Rezension bezieht sich auf: Resident Evil 5 [Software Pyramide] (Computerspiel)
Ich bin großer Resident Evil – Fan seit der ersten Stunde. Teil 1 und 2 auf der Playstation 1, Resident Evil 4 auf der Playstation 2 und nun Teil 5 auf dem PC. Meine nachfolgende Bewertung bezieht sich auf den Singleplayer im reinen Offline-Betrieb.
—ALLGEMEINES—
Man schlüpft in die Rolle von BSAA-Agent Chris Redfield, der nach Afrika geschickt wird um dem Waffenhändler Irving das Handwerk zu legen. Das ist aber nur der Beginn eines spannenden Abenteuers, in dem Chris nicht nur mit verschiedensten mutierten Gegnern sondern auch mit den Geistern seiner Vergangenheit konfrontiert wird, die Kennern der Spiele auch nicht unbekannt sein sollten. Zur Seite steht ihm dabei die schöne einheimische BSAA-Agentin Sheva Alomar, die man in einem weiteren Spieldurchgang wahlweise statt Chris steuern darf.
—GAMEPLAY—
Wer schon Teil 4 gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden, die Spielmechanik ist größtenteils mit der des Vorgängers identisch, das Inventar funktioniert etwas anders, dazu aber später mehr. Für Neueinsteiger zur Erklärung: Resident Evil 5 ist ein 3rd Person Shooter mit schlauchartig aufgebauten Levels, von der Spielmechanik her am ehesten vergleichbar mit Dead Space / Dead Space 2 mit Ausnahme des Weltall-Settings natürlich. Das Spiel ist in 6 Kapitel unterteilt, die wiederum aus 2 bis 3 einzelnen Levels bestehen.
Inventar: Sowohl dem Spieler, als auch dem computergesteuerten Partner stehen 9 Inventarfelder zur Verfügung, die mit Waffen, Munition, Schutzwesten, First-Aid Sprays und Heilkräutern belegt werden können. Man kann Items zwischen den beiden Figuren austauschen, aber Vorsicht: Waffen, die man dem Computerpartner vorübergehend überläßt, werden von diesem auch benutzt bzw. leergeschossen. Die starken Magnums, für die es nur wenig Munition zu finden gibt, sollte man also besser behalten. Zwischen den einzelnen Kapiteln hat man die Möglichkeit, die Items der beiden Spielerinventare und dem riesigen Inventar des Spielerprofils nach Lust und Laune herum zu verschieben oder Waffen zu verbessern. Das Messer gehört übrigens zur Standardausrüstung und kann nicht abgelegt werden, belegt aber dafür auch keinen Platz im Inventar. Zum Aufrüsten und Kaufen von Waffen braucht man Geld, das man entweder in zerstörbaren Fässern und Kisten findet oder aus dem Erlös von gefundenen Schätzen bekommt. Getötete Gegner hinterlassen oft Munition oder Geld.
Gegner: Neben Standardgegner auf zwei oder mehr Beinen gibt es immer wieder größere und noch größere Zwischenbossgegner. Dabei kann es schon mal heikel werden, wenn es darum geht den Gegner zu bezwingen und gleichzeitig sich selbst und den Partner am Leben zu halten. Aber auch die Standardgegner können den Spieler in Bedrängnis bringen, speziell wenn sie in großer Zahl gleichzeitig auftauchen – wenn ich an die Licker-Horden denke, fühle ich wieder den Stressschweiss auf meiner Stirn. In späteren Durchgängen vereinfachen maximal aufgerüstete und sehr starke Waffen natürlich das “Kurieren” der infizierten Gegner.
Schwierigkeitsgrad: Es gibt vier Schwierigkeitsgrade, die auf das Können des Spielers reagieren und sich je nach dessen Leistung in einem gewissen Bereich anheben oder senken. Auf einer Skala von 0 bis 10 sieht das so aus:
Amateur: von 0 bis 3
Normal: von 2 bis 7
Veteran: von 7 bis 9
Profi: 10 (Wird erst freigeschaltet, nachdem man auf “Veteran” durchgespielt hat)
Auf Veteran spielt es sich schon recht unentspannt, wenn man nicht in vergangen Durchgängen Waffen maximal aufgerüstet und kiloweise Munition gesammelt hat.
Speicherpunkte: Gespeichert wird über ein Checkpointsystem. Freies Speichern ist nicht möglich, aber die Speicherpunkte sind relativ fair gesetzt, Frustmomente kommen nur selten auf.
—GRAFIK UND SOUND—
Die Grafik kann sich sehen lassen. Scharfe Texturen und tolle Licht- und Schatteneffekte verwöhnen wahlweise in DX9 oder DX10, wobei DX10 minimal besser aussieht. Schöne Feuereffekte und integrierte Zwischensequenzen in sehr guter Qualität hinterlassen einen positiven Eindruck und der zuschaltbare Blur-Effekt ist Geschmacksache. Die Animationen der Figuren wirken dank Motion-Capture sehr…
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil 5 [Software Pyramide] (Computerspiel)
Es war vor knapp einer Stunde, ich schaufelte noch eine belgische Praline in meine Milch, da entsann ich mich der aberwitzigen Vorwürfe Richtung Capcom, man würde mit Resident Evil 5 und dem Schauplatz Afrika eine Spielwiese für Rassisten schaffen, die so nicht in die Läden gehen dürfe. Auf gar keinen Fall! Zwei, drei Monate vor dem Release des Spiels. Und mir fiel wieder ein, dass ich noch rezensieren wollte, was da doch nicht mehr war als ein politisch korrekter Third Person-Shooter. Oh ja, politisch korrekt, auch weil für ein schwarzafrikanisches Dörfchen unverhofft viele Mexikaner zu erledigen waren. Also von wegen rassistisch …
Kooperativ ging ich schließlich mit meinem österreichischen “Verbündeten” auf Zombiejagd in Afrika. Soviel zum Thema “politisch korrekt”. Vom einstigen Survival-Charakter (viel’ Feind, wenig Munition) der Vorgänger war indes wenig übrig geblieben, Waffen gab’s in allen Formen und Farben und Munition mitunter mehr, als wir tragen konnten. Im Ernst, nichts liegenlassen zu müssen, schien uns die eigentliche Herausforderung zu sein. Das übersichtliche Inventar lud zum Knobeln ein. “Nimm du die Granaten, ich trag’ das Heilkraut.” – “Ich will die Granaten nicht.” – “Ich will sie auch nicht.” An Munition mangelte es uns jedenfalls nicht und wir sind weiß Gott keine guten Schützen …
RE-Veteranen werden zudem eine Abkehr vom klassischen Flair hinnehmen müssen. Rückblickend empfinde ich Story und Erzählweise als geradezu einschläfernd. Was bisher geschah, wird – raten Sie – durch Render-Flashbacks und herumliegende Schriftstücke an den Mann gebracht. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist üblicherweise ordentlich, doch hier nervte mich die Lektüre selbst kurzer Texte schon nach den ersten zwei Leveln gehörig. Ähnlich einfallslos die beiden Protagonisten. Doch während die entzückende Sheva wenigstens optisch was hermacht, bleibt Chris zeitspielens die dumpfe, zweidimensionale Karikatur eines B-Movie-Helden. Seine ausgelutschten Dialoge schmecken wie schon ‘mal gegessen und jeder zweite Spruch scheint seinen eigenen Stern auf dem Walk of Fame Hollywoods zu haben. Das ertrug ich gerade zum Ende hin nur noch zähneknirschend. Just dafür einen Stern Abzug.
Der spaßige Part ist der, bei dem man sich spezialisiert, Kompetenzen an den Mitstreiter abtritt und sich gemeinsam den Hintern rettet. Dazu gibt’s nämlich zuhauf Gelegenheit. Wir haben es so gemacht: Sheva schnappte sich Sturmgewehr und Pistole, Chris selbst Schrotflinte und ‘was zum Scharfschießen. Was an Blei fiel, wanderte so ganz selbstverständlich in ihre oder seine Tasche. Überdies waren die Aufgaben klar verteilt. Er pustete nahe Gegnergruppen weg und knipste ferne per Kopfschuss aus, sie kümmerte sich um den Rest. Man tut übrigens gut daran, auf Tuchfühlung zu bleiben. Wird einer der beiden überwältigt, bleiben dem anderen oft nur Sekunden, um auszuhelfen. Wer auf eigene Faust den Rambo markiert, wird nicht selten gefressen. Auch die dicken Brocken knöpft man sich idealerweise zu zweit vor. Nachdem Madame den hüpfenden Irren samt Kettensäge mit gezielten Schüssen in die Extremitäten zum Nachdenken bewegt hat, geht Chris wie ein Mann in den Nahkampf und verpasst ihm eine. Teamgeist wird also gefördert, erzwungen und macht so den Löwenanteil des Spielspaßes aus. Was davon übrig bleibt, wenn man es denn allein versucht, vermag ich nicht zu beurteilen. Viel wird es nicht sein …
Abwechslung gibt’s in Form von infantilen Quick Time-Events (Taste drücken, die auf dem Bildschirm angezeigt wird und zwar dalli) und Kämpfen gegen Zwischenboss-Gegner. Spätestens hier wird klar: Aus Shinji Mikamis Vermächtnis ist ein waschechtes Actionabenteuer geworden, ein simpler Konsolen-Shooter eben. Vermutlich tat er gut daran, es selbst nie anzurühren.
Fazit: Zu zweit ist Resident Evil 5 Geld und Zeit durchaus wert und nur dies kann ich bewerten. Gut 20 Stunden, also vier, fünf Abende, beschäftigt es vorzüglich – bei einmaligem Durchlauf. Wer die geheimen Waffen freischalten und verwenden möchte, muss ohnehin öfter ran. Der simplizistische Entwurf der Haupthandlung schmälert den Spielspaß dabei nur milde, mit einem Freund bleibt es trotzdem packend. Allerdings hat es beileibe nichts Gruseliges mehr. Dafür lächelt die Sonne einfach zu oft und man sieht die bösen Jungs viel zu früh wie wild auf sich zustürmen, bremsen, als wäre etwas unklar, und dann wieder lossprinten. Zeit genug für jede Blindschleiche, etwas zu treffen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil 5 [Software Pyramide] (Computerspiel)
Ich habe ja fast alle Resi’s gespielt (1,2,3 und nun 5) und muss sagen das Spiel ist einfach klasse!
Ich habe es mir kurz entschlossen zusammen mit einem Freund gekauft, um im Koop zu spielen. Und das macht echt Spaß. Man kann die komplette Story zu zweit durchspielen. Es gibt heutzutage viel zu wenige Spiele die so etwas bieten.
Die Grafik ist Klasse und die Story wie von resident Evil gewohnt wieder sehr gut.
Ich kann das Game nur weiter empfehlen, erst recht zu dem günstigen Preis.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Coole Action mit toller Optik und hohem Wiederspielwert,
Ich bin großer Resident Evil – Fan seit der ersten Stunde. Teil 1 und 2 auf der Playstation 1, Resident Evil 4 auf der Playstation 2 und nun Teil 5 auf dem PC. Meine nachfolgende Bewertung bezieht sich auf den Singleplayer im reinen Offline-Betrieb.
—ALLGEMEINES—
Man schlüpft in die Rolle von BSAA-Agent Chris Redfield, der nach Afrika geschickt wird um dem Waffenhändler Irving das Handwerk zu legen. Das ist aber nur der Beginn eines spannenden Abenteuers, in dem Chris nicht nur mit verschiedensten mutierten Gegnern sondern auch mit den Geistern seiner Vergangenheit konfrontiert wird, die Kennern der Spiele auch nicht unbekannt sein sollten. Zur Seite steht ihm dabei die schöne einheimische BSAA-Agentin Sheva Alomar, die man in einem weiteren Spieldurchgang wahlweise statt Chris steuern darf.
—GAMEPLAY—
Wer schon Teil 4 gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden, die Spielmechanik ist größtenteils mit der des Vorgängers identisch, das Inventar funktioniert etwas anders, dazu aber später mehr. Für Neueinsteiger zur Erklärung: Resident Evil 5 ist ein 3rd Person Shooter mit schlauchartig aufgebauten Levels, von der Spielmechanik her am ehesten vergleichbar mit Dead Space / Dead Space 2 mit Ausnahme des Weltall-Settings natürlich. Das Spiel ist in 6 Kapitel unterteilt, die wiederum aus 2 bis 3 einzelnen Levels bestehen.
Inventar: Sowohl dem Spieler, als auch dem computergesteuerten Partner stehen 9 Inventarfelder zur Verfügung, die mit Waffen, Munition, Schutzwesten, First-Aid Sprays und Heilkräutern belegt werden können. Man kann Items zwischen den beiden Figuren austauschen, aber Vorsicht: Waffen, die man dem Computerpartner vorübergehend überläßt, werden von diesem auch benutzt bzw. leergeschossen. Die starken Magnums, für die es nur wenig Munition zu finden gibt, sollte man also besser behalten.
Zwischen den einzelnen Kapiteln hat man die Möglichkeit, die Items der beiden Spielerinventare und dem riesigen Inventar des Spielerprofils nach Lust und Laune herum zu verschieben oder Waffen zu verbessern. Das Messer gehört übrigens zur Standardausrüstung und kann nicht abgelegt werden, belegt aber dafür auch keinen Platz im Inventar. Zum Aufrüsten und Kaufen von Waffen braucht man Geld, das man entweder in zerstörbaren Fässern und Kisten findet oder aus dem Erlös von gefundenen Schätzen bekommt. Getötete Gegner hinterlassen oft Munition oder Geld.
Gegner: Neben Standardgegner auf zwei oder mehr Beinen gibt es immer wieder größere und noch größere Zwischenbossgegner. Dabei kann es schon mal heikel werden, wenn es darum geht den Gegner zu bezwingen und gleichzeitig sich selbst und den Partner am Leben zu halten. Aber auch die Standardgegner können den Spieler in Bedrängnis bringen, speziell wenn sie in großer Zahl gleichzeitig auftauchen – wenn ich an die Licker-Horden denke, fühle ich wieder den Stressschweiss auf meiner Stirn. In späteren Durchgängen vereinfachen maximal aufgerüstete und sehr starke Waffen natürlich das “Kurieren” der infizierten Gegner.
Schwierigkeitsgrad: Es gibt vier Schwierigkeitsgrade, die auf das Können des Spielers reagieren und sich je nach dessen Leistung in einem gewissen Bereich anheben oder senken. Auf einer Skala von 0 bis 10 sieht das so aus:
Amateur: von 0 bis 3
Normal: von 2 bis 7
Veteran: von 7 bis 9
Profi: 10 (Wird erst freigeschaltet, nachdem man auf “Veteran” durchgespielt hat)
Auf Veteran spielt es sich schon recht unentspannt, wenn man nicht in vergangen Durchgängen Waffen maximal aufgerüstet und kiloweise Munition gesammelt hat.
Speicherpunkte: Gespeichert wird über ein Checkpointsystem. Freies Speichern ist nicht möglich, aber die Speicherpunkte sind relativ fair gesetzt, Frustmomente kommen nur selten auf.
—GRAFIK UND SOUND—
Die Grafik kann sich sehen lassen. Scharfe Texturen und tolle Licht- und Schatteneffekte verwöhnen wahlweise in DX9 oder DX10, wobei DX10 minimal besser aussieht. Schöne Feuereffekte und integrierte Zwischensequenzen in sehr guter Qualität hinterlassen einen positiven Eindruck und der zuschaltbare Blur-Effekt ist Geschmacksache. Die Animationen der Figuren wirken dank Motion-Capture sehr…
Weitere Informationen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als LinkAusschließlich zum Koop-Modus …,
Es war vor knapp einer Stunde, ich schaufelte noch eine belgische Praline in meine Milch, da entsann ich mich der aberwitzigen Vorwürfe Richtung Capcom, man würde mit Resident Evil 5 und dem Schauplatz Afrika eine Spielwiese für Rassisten schaffen, die so nicht in die Läden gehen dürfe. Auf gar keinen Fall! Zwei, drei Monate vor dem Release des Spiels. Und mir fiel wieder ein, dass ich noch rezensieren wollte, was da doch nicht mehr war als ein politisch korrekter Third Person-Shooter. Oh ja, politisch korrekt, auch weil für ein schwarzafrikanisches Dörfchen unverhofft viele Mexikaner zu erledigen waren. Also von wegen rassistisch …
Kooperativ ging ich schließlich mit meinem österreichischen “Verbündeten” auf Zombiejagd in Afrika. Soviel zum Thema “politisch korrekt”. Vom einstigen Survival-Charakter (viel’ Feind, wenig Munition) der Vorgänger war indes wenig übrig geblieben, Waffen gab’s in allen Formen und Farben und Munition mitunter mehr, als wir tragen konnten. Im Ernst, nichts liegenlassen zu müssen, schien uns die eigentliche Herausforderung zu sein. Das übersichtliche Inventar lud zum Knobeln ein. “Nimm du die Granaten, ich trag’ das Heilkraut.” – “Ich will die Granaten nicht.” – “Ich will sie auch nicht.” An Munition mangelte es uns jedenfalls nicht und wir sind weiß Gott keine guten Schützen …
RE-Veteranen werden zudem eine Abkehr vom klassischen Flair hinnehmen müssen. Rückblickend empfinde ich Story und Erzählweise als geradezu einschläfernd. Was bisher geschah, wird – raten Sie – durch Render-Flashbacks und herumliegende Schriftstücke an den Mann gebracht. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist üblicherweise ordentlich, doch hier nervte mich die Lektüre selbst kurzer Texte schon nach den ersten zwei Leveln gehörig. Ähnlich einfallslos die beiden Protagonisten. Doch während die entzückende Sheva wenigstens optisch was hermacht, bleibt Chris zeitspielens die dumpfe, zweidimensionale Karikatur eines B-Movie-Helden. Seine ausgelutschten Dialoge schmecken wie schon ‘mal gegessen und jeder zweite Spruch scheint seinen eigenen Stern auf dem Walk of Fame Hollywoods zu haben. Das ertrug ich gerade zum Ende hin nur noch zähneknirschend. Just dafür einen Stern Abzug.
Der spaßige Part ist der, bei dem man sich spezialisiert, Kompetenzen an den Mitstreiter abtritt und sich gemeinsam den Hintern rettet. Dazu gibt’s nämlich zuhauf Gelegenheit. Wir haben es so gemacht: Sheva schnappte sich Sturmgewehr und Pistole, Chris selbst Schrotflinte und ‘was zum Scharfschießen. Was an Blei fiel, wanderte so ganz selbstverständlich in ihre oder seine Tasche. Überdies waren die Aufgaben klar verteilt. Er pustete nahe Gegnergruppen weg und knipste ferne per Kopfschuss aus, sie kümmerte sich um den Rest. Man tut übrigens gut daran, auf Tuchfühlung zu bleiben. Wird einer der beiden überwältigt, bleiben dem anderen oft nur Sekunden, um auszuhelfen. Wer auf eigene Faust den Rambo markiert, wird nicht selten gefressen. Auch die dicken Brocken knöpft man sich idealerweise zu zweit vor. Nachdem Madame den hüpfenden Irren samt Kettensäge mit gezielten Schüssen in die Extremitäten zum Nachdenken bewegt hat, geht Chris wie ein Mann in den Nahkampf und verpasst ihm eine. Teamgeist wird also gefördert, erzwungen und macht so den Löwenanteil des Spielspaßes aus. Was davon übrig bleibt, wenn man es denn allein versucht, vermag ich nicht zu beurteilen. Viel wird es nicht sein …
Abwechslung gibt’s in Form von infantilen Quick Time-Events (Taste drücken, die auf dem Bildschirm angezeigt wird und zwar dalli) und Kämpfen gegen Zwischenboss-Gegner. Spätestens hier wird klar: Aus Shinji Mikamis Vermächtnis ist ein waschechtes Actionabenteuer geworden, ein simpler Konsolen-Shooter eben. Vermutlich tat er gut daran, es selbst nie anzurühren.
Fazit: Zu zweit ist Resident Evil 5 Geld und Zeit durchaus wert und nur dies kann ich bewerten. Gut 20 Stunden, also vier, fünf Abende, beschäftigt es vorzüglich – bei einmaligem Durchlauf. Wer die geheimen Waffen freischalten und verwenden möchte, muss ohnehin öfter ran. Der simplizistische Entwurf der Haupthandlung schmälert den Spielspaß dabei nur milde, mit einem Freund bleibt es trotzdem packend. Allerdings hat es beileibe nichts Gruseliges mehr. Dafür lächelt die Sonne einfach zu oft und man sieht die bösen Jungs viel zu früh wie wild auf sich zustürmen, bremsen, als wäre etwas unklar, und dann wieder lossprinten. Zeit genug für jede Blindschleiche, etwas zu treffen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als LinkGeniales Koop-Spiel!,
Ich habe ja fast alle Resi’s gespielt (1,2,3 und nun 5) und muss sagen das Spiel ist einfach klasse!
Ich habe es mir kurz entschlossen zusammen mit einem Freund gekauft, um im Koop zu spielen. Und das macht echt Spaß. Man kann die komplette Story zu zweit durchspielen. Es gibt heutzutage viel zu wenige Spiele die so etwas bieten.
Die Grafik ist Klasse und die Story wie von resident Evil gewohnt wieder sehr gut.
Ich kann das Game nur weiter empfehlen, erst recht zu dem günstigen Preis.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als Link